Buddhistische Gemeinschaft Triratna

Die buddhistische Gemeinschaft Triratna (vormals: Freunde des Westlichen Buddhistischen Ordens – FWBO), die 1967 in England von Sangharakshita gegründet wurden, versuchen den Buddhismus in Formen zu präsentieren und auszudrücken, die den Lebensbedingungen westlicher Industriegesellschaften angemessen sind.

Insofern ist die Triratna Gemeinschaft in gewisser Weise eine „revolutionäre” und eine „neue“ buddhistische Bewegung. Gleichzeitig versuchen sie, der Essenz des Buddhismus, die von universeller Gültigkeit ist, treu zu bleiben. So gesehen sind sie eine völlig „traditionelle“ buddhistische Bewegung, die sich nur äußerlich an veränderte soziale und kulturelle Bedingungen anpasst.

Die Triratna Gemeinschaft versucht, von allen buddhistischen Schulen diejenigen Methoden und Praktiken zu übernehmen, die für Menschen im Westen hilfreich und angemessen sind.

Die FWBO sind dabei keiner Richtung des Buddhismus besonders verpflichtet, sondern folgen der buddhistischen Tradition als ganzer. Zugleich achten sie darauf, Buddhismus nicht mit anderen religiösen oder spirituellen Traditionen unbedacht zu vermischen – und sind gleichzeitig offen dafür, Quellen der spirituellen Inspiration auch außerhalb des Buddhismus zu finden, beispielsweise in westlicher Kunst und Literatur.

Der Prozess der Entwicklung eines „westlichen“ Buddhismus ist keineswegs abgeschlossen, sondern steht gerade erst am Anfang. Insofern ist die Buddhistische Gemeinschaft Triratna ein andauerndes Experiment.

In der Regel sind öffentliche Zentren wichtige Treffpunkte für die Bewegung. Durch die Angebote und Veranstaltungen dieser Zentren versucht die buddhistische Gemeinschaft Triratna, allen Interessierten die Möglichkeit zu geben, Meditation und Buddhismus kennen zu lernen und die Kenntnisse darüber zu vertiefen.

Neben den städtischen Zentren gibt es eine Reihe von Zentren auf dem Lande, die für längere Meditations- oder Studienzeiten („Retreats“) genutzt werden.